Fernsehen, 16.11.2016: Sterben im Hospiz – Was am Ende wirklich zählt

Reportage aus dem Hospiz in Chemniz

Der MDR strahlt in seinem Fernsehprogramm am Mittwoch, 16.November 2016, ab 5:45 Uhr die Sendung „Sterben im Hospiz – Was am Ende wirklich zählt “ aus.  Die Reportage schildert den Alltag in einem Hospiz in Chemnitz.

Die Beschreibung:

Menschen würdevoll in den Tod begleiten. Ihnen die Angst vor Schmerzen nehmen, helfen, das Ende des Lebens zu akzeptieren. Das ist für die Mitarbeiter des Hospizes in Chemnitz Alltag und Herausforderung zugleich. An den Tod gewöhnt man sich nie, sagt Leiterin Anja Merkel.

In ein Hospiz werden nur unheilbar Kranke aufgenommen, die eine spezielle Symptombehandlung brauchen. Im Gegensatz zu Pflegeheimen ist hier eine sehr intensive Betreuung möglich. Eine Palliativfachkraft kümmert sich um vier Bewohner.

Waschen, Wunden versorgen, die Atmung kontrollieren und immer wieder: einfach nur reden oder die Hand halten. Menschen beim Sterben helfen, mit ihnen die letzten Stunden ihres Lebens verbringen – wie geht das jeden Tag?

Exakt-Moderatorin Annett Glatz bleibt nicht hinter der Kamera, sondern sie arbeitet im Hospiz mit und unterstützt das Team. Sie wäscht einen todkranken jungen Mann mit Gehirntumor, sie massiert die Hand einer 71-jährigen mit Leberkrebs, sie ist dabei, wenn der Bestatter kommt. Es sind intensive Begegnungen, die die Reporterin auch an ihre Grenzen bringen, denn alle Protagonisten haben nur noch wenig Lebenszeit.
Wie schnell der Tod in einem Hospiz kommt, sagen die nüchternen Zahlen. Durchschnittlich 24 Tage verbringt ein Bewohner hier, bevor er stirbt.

Doch nicht für alle unheilbar Kranken gibt es Hospizplätze. Laut einer großen Bertelsmann Studie möchte jeder Zehnte Deutsche in ein Hospiz gehen – in der Realität sind dies aber nur drei Prozent. Oftmals sind die Wartelisten lang.

Was sind die letzten Wünsche der Todgeweihten, was haben sie in ihrem Leben bereut? Worauf sind sie stolz? Hatte alles einen Sinn? Das sind die Fragen, um die es am Sterbebett geht. Wie verkraften die Angehörigen den Tod eines geliebten Menschen? Wie geht das Leben ohne sie weiter?
Exakt – Die Story zeigt, wie würdevoll und sogar heiter das Ende des Lebens sein kann.

http://www.mdr.de/tv/programm/sendung-89172_date-2016-11-16_ipgctx-true_zc-b8c768a5.html

 

Michael Ziegert

Michael ist einer der beiden Gründer von Elysium.digital. Als gelernter Journalist und langjähriger Internet-Unternehmer hat ihn der Online-Journalismus schon immer fasziniert.

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